Richtig Einfügen im Terminal Fenster: Warum STRG+V nicht geht (und was hilft)

Einfügen im Terminal Fenster

Kennst du das? Du bist gerade voll im Flow, kopierst dir einen langen Docker-Befehl oder ein komplexes Passwort aus deinem Passwort-Manager, wechselst ins Terminal und drückst gewohnheitsmäßig STRG + V.

Das Ergebnis? Statt deinem Text erscheint nur ein kryptisches ^V oder gar nichts. 🤯

Dann greift man genervt zur Maus, macht einen Rechtsklick und wählt „Einfügen“. Das funktioniert zwar, reißt dich aber komplett aus dem Arbeitsfluss. Wenn man viel im Terminal arbeitet, ist der ständige Griff zur Maus einfach mühsam.

Da ich in letzter Zeit viel mit meinem Surface Laptop und Linux Mint arbeite (was übrigens erstaunlich gut funktioniert!), bin ich ständig über dieses Problem gestolpert. Bis ich mir endlich den richtigen Shortcut eingeprägt habe.

Die Lösung: Eine Taste macht den Unterschied

Um richtig Einfügen im Terminal Fenster zu meistern, musst du deinem Muskelgedächtnis nur eine einzige zusätzliche Taste beibringen.

Statt STRG + V drückst du:

STRG + Umschalt + V

(oder auf Englisch: CTRL + SHIFT + V)

Das war’s schon! Sobald du die Umschalt-Taste (Shift) dazu nimmst, klappt das Einfügen von Text, Code-Schnipseln oder Passwörtern sofort.

Warum ist das so?

Vielleicht fragst du dich, warum das Terminal hier so eigen ist. Das hat historische Gründe: In der klassischen Unix-Welt ist der Kurzbefehl STRG + V schon besetzt. Er sendet ein spezielles Signal an das Terminal („Verbatim Insert“). Da das Terminal diese Tastenkombination also schon für sich beansprucht, mussten die Entwickler eine Alternative schaffen, um Inhalte aus der Zwischenablage einzufügen.

Die Lösung war simpel: Einfach Shift dazu, und schon weiß das Terminal: „Ah, hier soll Text aus der Zwischenablage rein!“

Mein Fazit

Es ist eine winzige Umgewöhnung, aber sie spart mir auf meinem Linux Mint Setup jeden Tag sicher ein paar Minuten und viele nervige Handgriffe zur Maus.

Also, merken für das nächste Mal: Finger auf die Shift-Taste, wenn du Text ins Terminal holst!

Kanntest du den Shortcut schon oder hast du auch immer die Maus benutzt? Schreib’s mir in die Kommentare! 👇

Dein eigener n8n Server in 10 Minuten

N8n Selbst hosten

Hast du es auch satt, ständig an die Limits der kostenlosen Pläne von Zapier oder Make.com zu stoßen? Oder willst du deine Daten einfach nicht auf fremden Servern liegen lassen? Dann habe ich heute genau das Richtige für dich!

Wir bauen uns heute unseren eigenen Automatisierungs-Server mit n8n.

Das Beste daran? Es ist super günstig, du hast volle Kontrolle und dank Docker ist die Einrichtung ein Kinderspiel. Keine Sorge, du musst kein Linux-Profi sein – ich führe dich Schritt für Schritt durch den Prozess.

Was wir brauchen

Bevor wir loslegen, hier die Einkaufsliste (keine Sorge, es ist günstig):

  1. Einen Server (VPS): Ich empfehle hier wärmstens DigitalOcean. Die Droplets sind schnell, zuverlässig und in wenigen Sekunden erstellt. (Empfehlungslink) Ich nutze den Provider schon seit Jahren – sehe den alten DigitalOcean Erfahrungsbericht
    • Empfehlung: Wähle ein Droplet mit mindestens 1 GB RAM (Ubuntu 24.04). Glaub mir, mit weniger macht es keinen Spaß.
  2. Eine Domain: Damit dein Server unter einer schicken Adresse wie n8n.deine-domain.de erreichbar ist. Mein Favorit ist hier INWX.de – super Interface, faire Preise und deutscher Support.

Bereit? Dann schnapp dir einen Kaffee und lass uns loslegen! ☕

Schritt 1: Die Vorbereitung

Zuerst müssen wir deiner Domain sagen, wo dein neuer Server wohnt.

  1. Logge dich bei INWX bzw deinem Domain Registrar ein.
  2. Gehe zu deiner Domain und erstelle einen neuen A-Record.
  3. Name: n8n (oder wie auch immer deine Subdomain heißen soll).
  4. Wert (IP): Die IP-Adresse deines DigitalOcean Droplets.

Das war’s schon mit der Bürokratie!

Schritt 2: Ab auf den Server

Öffne dein Terminal (oder PuTTY) und verbinde dich mit deinem Server. Ersetze die IP natürlich durch deine eigene:

ssh root@deine-ip-adresse

Als Erstes gönnen wir dem Server eine kleine Frischekur:
Bash

apt update && apt upgrade -y

Schritt 3: Docker installieren

Wir machen es uns einfach und nutzen Docker. Das hält dein System sauber und Updates sind später ein Klacks. Da wir Ubuntu 24.04 nutzen, installieren wir Docker direkt aus der offiziellen Quelle:

1. Notwendige Tools holen

apt install -y apt-transport-https ca-certificates curl software-properties-common

2. Docker Schlüssel hinzufügen

curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | gpg --dearmor -o /usr/share/keyrings/docker-archive-keyring.gpg

3. Docker installieren

echo "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) signed-by=/usr/share/keyrings/docker-archive-keyring.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu $(lsb_release -cs) stable" | tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null
apt update
apt install -y docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin

Schritt 4: Dein n8n Zuhause einrichten

Jetzt erstellen wir den Ordner, in dem die Magie passiert:

mkdir /opt/n8n
cd /opt/n8n

Wir brauchen jetzt genau drei Dateien. Ich habe die Konfiguration so gebaut, dass Caddy als Webserver läuft. Der Vorteil? Er kümmert sich automatisch um HTTPS-Zertifikate. Nie wieder manuell Zertifikate erneuern! 🎉

A. Das Caddyfile

Erstelle die Datei mit nano Caddyfile und kopiere das hier rein (vergiss nicht, deine Domain anzupassen!):

n8n.deine-domain.de {
reverse_proxy n8n:5678
}

B. Die .env Datei

Hier kommen die Einstellungen rein. Erstelle sie mit nano .env:

C. Die docker-compose.yml

Das ist der Bauplan für unsere Container. Erstelle sie mit nano docker-compose.yml:
services:
caddy:
image: caddy:latest
restart: unless-stopped
ports:
- "80:80"
- "443:443"
volumes:
- caddy_data:/data
- caddy_config:/config
- ./Caddyfile:/etc/caddy/Caddyfile
depends_on:
- n8n

n8n:
image: n8nio/n8n:latest
restart: unless-stopped
ports:
- "127.0.0.1:5678:5678"
environment:
- N8N_HOST=${DOMAIN_NAME}
- N8N_PORT=5678
- N8N_PROTOCOL=https
- NODE_ENV=production
- WEBHOOK_URL=https://${DOMAIN_NAME}/
- GENERIC_TIMEZONE=${GENERIC_TIMEZONE}
- TZ=${TZ}
# Diese Variablen holen wir aus der .env Datei
- N8N_RUNNERS_ENABLED=${N8N_RUNNERS_ENABLED}
- DB_SQLITE_POOL_SIZE=${DB_SQLITE_POOL_SIZE}
volumes:
- n8n_data:/home/node/.n8n

volumes:
caddy_data:
caddy_config:
n8n_data:

Schritt 5: Starten! 🚀

Fast geschafft! Jetzt starten wir die Triebwerke:
Bash

docker compose up -d

Warte kurz 30 Sekunden, bis alles hochgefahren ist. Dann öffne deinen Browser und gehe auf https://n8n.deine-domain.de.

Tadaaa! 🎉 Du solltest jetzt den Einrichtungs-Bildschirm von n8n sehen. Erstelle deinen Admin-Account und du bist drin.

Profi-Tipp: Swap nicht vergessen

Auch wenn du 1 GB RAM hast, empfehle ich dir dringend, einen „Swap“ (Auslagerungsspeicher) einzurichten. Das verhindert, dass n8n abstürzt, wenn es mal wild zugeht.
Bash

fallocate -l 2G /swapfile
chmod 600 /swapfile
mkswap /swapfile
swapon /swapfile
echo '/swapfile none swap sw 0 0' | tee -a /etc/fstab

Fazit

Du hast jetzt eine mächtige Automatisierungs-Plattform, die dich monatlich nur den Preis für das kleine Droplet kostet. Keine Limits bei den „Steps“, keine Sorgen um Datenschutz bzw. weniger.

Viel Spaß beim Automatisieren! Was wird dein erster Workflow? Schreib es mir gerne in die Kommentare! 👇

So blendest du „Alle Tools“ im Adobe Reader dauerhaft aus

Egal ob bei der Arbeit oder zu Hause, das lästige Fenster „Alle Tools“ im Adobe Reader kann ganz schön stören. Viele versuchen einfach, es mit dem kleinen X zu schließen, aber leider taucht es beim nächsten Start einfach wieder auf. Hier erfährst du, wie du die Seitenleiste dauerhaft ausblenden kannst – ganz ohne den PDF-Reader zu wechseln.


Schritt-für-Schritt-Anleitung: Alle Tools ausblenden

Folge einfach diesen Schritten, um die „Alle Tools“-Leiste zu schließen und sie nicht wieder auftauchen zu lassen:

  1. Öffne den Adobe Reader.
  2. Klicke auf das Menüsymbol oben links – das sind die drei waagerechten Linien, auch „Hamburger-Menü“ genannt.
  3. Wähle im Menü den Punkt „Einstellungen…“ aus. Alternativ kannst du auch die Tastenkombination Ctrl + K verwenden.
  4. Wähle im neuen Fenster links den Bereich „Dokumente“ aus.
  5. Setze ein Häkchen bei der Option „Beim Öffnen von Dokumenten den letzten Status des Bereichs „Alle Werkzeuge“ (Alle Tools) speichern“.
  6. Bestätige deine Auswahl mit „OK“.
  7. Schließe jetzt das Fenster „Alle Tools“, indem du auf das kleine X in der oberen rechten Ecke der Seitenleiste klickst.
  8. Schließe den Adobe Reader komplett und starte ihn neu.

Fertig! Jetzt sollte die „Alle Tools“-Leiste nicht mehr automatisch auftauchen, wenn du ein neues Dokument öffnest.


Du hast noch Fragen?

Hat dir dieser Tipp geholfen? Lass es mich wissen und hinterlasse einen Kommentar! Wenn du andere Fragen zum Adobe Reader hast oder wissen möchtest, wie du andere Funktionen optimieren kannst, frag einfach in den Kommentaren nach.